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Eurogate investiert 95 Millionen Euro in Bremerhaven

Eurogate investiert 95 Millionen Euro in Bremerhaven, um Containerterminal-Ausbau und Effizienzsteigerung durch neue Technologie voranzutreiben.
Eurogate investiert 95 Millionen Euro in Bremerhaven
Foto: Küstenspiegel · KI-generiert
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Investition in die Zukunft des Containerterminals

Eurogate hat angekündigt, 95 Millionen Euro in den Ausbau des Containerterminals in Bremerhaven zu investieren. Diese Summe wird verwendet, um zwei neue Ship-to-Shore (STS) Krane zu erwerben, die das Umschlagvolumen steigern sollen. Zudem wird eine neue Lade-Software implementiert, die die Effizienz des Betriebs verbessern wird. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Einführung einer KI-gestützten Slot-Vergabe, die den Zugang zu den Terminals optimieren soll.

Die Kapazität des Terminals wird voraussichtlich bis 2027 um 14 Prozent steigen. Im Jahr 2022 wurde in Bremerhaven ein Umschlag von insgesamt 5,4 Millionen TEU (Twenty-foot Equivalent Units) verzeichnet. Das entspricht einem Anstieg von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit der neuen Investition soll die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts weiter gestärkt werden.

Die beiden neuen STS-Krane werden voraussichtlich im Jahr 2025 in Betrieb genommen. Sie sind so konzipiert, dass sie größere Containerschiffe bedienen können, die in den letzten Jahren vermehrt in den europäischen Markt eintreffen. Dies ist besonders relevant, da der weltweite Containerverkehr im Jahr 2022 um 6 Prozent auf insgesamt 244 Millionen TEU gestiegen ist.

Die Implementierung der neuen Lade-Software wird die Prozesse am Terminal weiter straffen. Analysten schätzen, dass durch diese Maßnahme die durchschnittliche Verweildauer der Schiffe im Hafen um bis zu 20 Prozent reduziert werden kann. Dies würde nicht nur die Effizienz erhöhen, sondern auch die Kosten für die Reeder senken.

Die KI-gestützte Slot-Vergabe wird den Anlauf der Schiffe und die Abfertigung der Container optimieren. Durch den Einsatz von Algorithmen wird eine bessere Planung der Ressourcen ermöglicht. Dies könnte die Wartezeiten für die Schiffe deutlich verkürzen und die Auslastung der Krane maximieren.

Insgesamt ist die Investition von Eurogate ein klares Signal für das Wachstum des Standorts Bremerhaven. Die kombinierte Maßnahme aus neuen Krane, Software und KI-Technologie soll den Hafen für die Zukunft rüsten und auf die steigenden Anforderungen im globalen Handel reagieren.

K

Florian Lühnert

Küstenspiegel-Redaktion
Florian deckt den Containerumschlag, die Werften und die maritime Wirtschaft im Nordwesten ab. Volkswirt aus Bremerhaven.

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