Donnerstag, 18. Juni 2026
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Bremerhavener Werften verzeichnen 15 Prozent Auftragszuwachs

Bremerhavener Werften verzeichnen 15 Prozent Auftragszuwachs. Meyer Werft sucht dringend Fachkräfte zur Umsetzung gestiegener Aufträge.
Bremerhavener Werften verzeichnen 15 Prozent Auftragszuwachs
Foto: Küstenspiegel · KI-generiert
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Positive Entwicklungen für die Bremerhavener Werften

Das Auftragsbuch der Bremerhavener Werften zeigt einen Zuwachs von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im dritten Quartal 2023 verzeichneten die Werften insgesamt Aufträge im Wert von 1,2 Milliarden Euro. Dies stellt ein vielversprechendes Signal für die heimische Wirtschaft dar. Insbesondere die Meyer Werft in Papenburg profitiert von der gestiegenen Nachfrage nach Kreuzfahrtschiffen.

Im Jahr 2022 lag der Auftragsbestand bei etwa 1,04 Milliarden Euro. Diese positive Entwicklung ist auf die Erholung der Branche nach der Pandemie zurückzuführen. Die Werften haben sich auf die Produktion neuer, innovativer Schiffe spezialisiert, was wiederum das Interesse der Reedereien steigert.

Aktuell sucht die Meyer Werft händeringend nach Fachkräften. Der Personalbedarf ist aufgrund der erhöhten Auftragslage erheblich gestiegen. Es werden zahlreiche Positionen in den Bereichen Engineering, Maschinenbau und Elektronik ausgeschrieben. Die Werft plant, bis Ende 2024 mehrere hundert neue Mitarbeiter einzustellen. Dies könnte auch lokale Unternehmen in der Zulieferindustrie neue Chancen bieten, da die Nachfrage nach Materialien und Komponenten ansteigt.

Die Zulieferindustrie spielt eine entscheidende Rolle in diesem Kontext. Unternehmen, die Bauteile oder Dienstleistungen anbieten, können von der wachsenden Auftragslage der Werften profitieren. Ein Anstieg der Aufträge kann zu einer Stabilisierung und einem Wachstum der regionalen Wirtschaft führen.

Zusätzlich wird erwartet, dass die positive Entwicklung der Bremerhavener Werften auch Auswirkungen auf die Arbeitslosenquote in der Region hat. Diese lag im September 2023 bei 6,5 Prozent, was einer Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Schaffung neuer Arbeitsplätze könnte den Trend weiter verstärken.

Die Bremerhavener Werften sind somit nicht nur ein wirtschaftlicher Faktor für die Region, sondern auch ein Indikator für die Erholung der maritimen Industrie in Deutschland. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu sehen, ob diese positive Entwicklung nachhaltig ist und welche langfristigen Auswirkungen sie auf den Arbeitsmarkt und die Zulieferindustrie haben wird.

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Florian Lühnert

Küstenspiegel-Redaktion
Florian deckt den Containerumschlag, die Werften und die maritime Wirtschaft im Nordwesten ab. Volkswirt aus Bremerhaven.

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