Donnerstag, 18. Juni 2026
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Edeka Bremen testet KI-gestützte Preisgestaltung an Wurst- und Käsetheken

Edeka Bremen testet dynamische Preise an Wurst- und Käsetheken. Alle 30 Minuten ändern sich die Preise. Was Kunden darüber denken, erfahren Sie hier.
Edeka Bremen testet KI-gestützte Preisgestaltung an Wurst- und Käsetheken
Foto: Küstenspiegel · KI-generiert
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Preise im Fluss: Edeka Bremen setzt auf KI

Wer in den letzten Tagen die Edeka-Filiale in Bremen besucht hat, konnte an der Wurst- und Käsetheke eine interessante Neuerung beobachten: Dynamische Preisschilder, die alle 30 Minuten aktualisiert werden. Während beim Einkauf die Preise an den Regalen meist stabil erscheinen, sorgt dieser Test für Überraschung und Verwirrung. Die Preise ändern sich je nach Nachfrage und Lagerbestand, und das nicht nur einmal am Tag, sondern in einem kontinuierlichen Rhythmus.

„Das ist schon ein bisschen verrückt“, sagt eine Kundin, die sich beim Wurstkauf gerade mit ihrer Familie am neuen Preissystem orientiert. „Ich habe gerade noch 4,99 Euro für den Gouda gesehen, jetzt steht hier 5,49 Euro. Wie soll man da planen?“ Diese Reaktionen sind nicht untypisch. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Einzelhandel ist zwar ein Trend, aber für viele Verbraucher noch Neuland. Die Idee dahinter: Durch die Anpassung der Preise in Echtzeit soll die Effizienz gesteigert und der Abverkauf optimiert werden. „Wenn wir sehen, dass ein Produkt sich gut verkauft, können wir den Preis anheben, wenn es weniger gefragt ist, senken wir ihn“, erklärt der Filialleiter.

Die Technik dahinter ist beeindruckend. Sensoren und Software analysieren Käuferverhalten und Lagerbestände, um die Preisgestaltung dynamisch zu steuern. Doch wie reagieren die Kunden darauf? Viele zeigen sich skeptisch, andere sind neugierig. Ein Käufer äußert: „Ich finde es spannend, aber ich frage mich, ob das wirklich fair ist. Am Ende könnte ich für dasselbe Produkt mehr bezahlen, nur weil ich zu einem ungünstigen Zeitpunkt einkaufe.“

Das Testprojekt läuft zunächst für einige Wochen, und Edeka möchte die gesammelten Daten nutzen, um die Preisgestaltung in Zukunft noch besser zu gestalten. Ein weiterer Aspekt ist die Transparenz: Kunden sollen jederzeit erfahren können, warum ein Preis gerade so hoch oder niedrig ist.

Für Verbraucher, die sich an die neuen Preise gewöhnen müssen, gibt es einige Tipps: Am besten regelmäßig vorbeischauen, um die Preisänderungen im Blick zu behalten. Zudem kann es sich lohnen, die Angebote in der App zu verfolgen, um von den günstigsten Preisen zu profitieren. Wer flexibel ist, kann beim Einkauf sparen.

K

Sandra Hoffmann

Küstenspiegel-Redaktion
Sandra testet Restaurants in Bremen und Bremerhaven, schreibt ueber Verbraucherthemen, Preisvergleiche und neue Produkte im Supermarkt.

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